Häufige Fragen

Alles rund um Photovoltaik

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Solaranlagen, Stromspeichern, Förderungen und Installation in Berlin und Brandenburg.

Grundlagen

Ja, eine Photovoltaikanlage lohnt sich 2026 mehr denn je. Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz von 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation von Anlagen bis 30 kWp, was die Anschaffungskosten direkt um rund ein Fünftel senkt. Gleichzeitig sind Anlagen bis 30 kWp seit 2022 von der Einkommensteuer befreit — sowohl für Eigenverbrauch als auch für die Einspeisevergütung.

Steigende Strompreise machen jede selbst erzeugte Kilowattstunde wertvoller. Der Eigenverbrauch bringt deutlich höhere Renditen als die Einspeisung. Typische Amortisationszeiten liegen bei 8 bis 12 Jahren bei einer Modul-Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.

Ergänzt um die Berliner IBB SolarPLUS-Förderung wird das Investment besonders attraktiv.

Die optimale Anlagengröße richtet sich nach Ihrem Stromverbrauch und der verfügbaren Dachfläche. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht 4.000 bis 5.000 kWh pro Jahr. Als Faustregel gilt: rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch — pro kWp benötigen Sie etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche.

Wenn Sie eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto planen, sollten Sie die Anlage bewusst größer dimensionieren, oft auf 8 bis 12 kWp. Größere Anlagen lohnen sich auch deshalb, weil die spezifischen Kosten pro kWp sinken und Sie mit einem Speicher den Eigenverbrauch deutlich erhöhen können.

Im Beratungsgespräch berechnen wir Ihre individuell passende Größe.

Die Kosten liegen aktuell bei etwa 1.200 bis 1.800 Euro pro kWp inklusive Montage und Inbetriebnahme. Eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus mit 5 bis 10 kWp kostet damit zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Möchten Sie einen Stromspeicher ergänzen, kommen je nach Kapazität weitere 5.000 bis 10.000 Euro hinzu.

Dank Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an — die Endpreise sind also Bruttopreise ohne weitere Aufschläge. In Berlin sind über die IBB SolarPLUS-Förderung zusätzliche Zuschüsse für Speicher und Zählerschrank-Umbau möglich.

Im individuellen Angebot berechnen wir die wirtschaftlichste Konfiguration für Ihr Dach und Ihren Verbrauch.

Ein Stromspeicher erhöht Ihren Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 30 % auf 60 bis 80 %. Das bedeutet: Sie nutzen den Großteil Ihres selbst erzeugten Stroms tatsächlich selbst, anstatt ihn zur niedrigen Einspeisevergütung ins Netz abzugeben.

Angesichts hoher Strompreise und sinkender Speicherkosten rechnet sich die Investition in den meisten Fällen — besonders wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und den Strom abends benötigen.

Hinzu kommt das neue Solarspitzengesetz, das bei negativen Strompreisen die Vergütung pausiert. Mit Speicher entgehen Sie diesem Effekt, da Sie überschüssigen Strom selbst zwischenspeichern. In Berlin fördert das IBB SolarPLUS-Programm Speicher zusätzlich pauschal.

Berlin und das Umland verzeichnen pro Jahr etwa 1.600 bis 1.830 Sonnenstunden — das ist mehr als viele andere Regionen Deutschlands. Eine gut ausgerichtete Anlage erreicht hier rund 950 bis 1.050 kWh pro installiertem kWp und Jahr.

Selbst an bewölkten Tagen produzieren moderne Module 10 bis 25 % ihrer Spitzenleistung über diffuses Licht. Über das Jahr verteilt gleichen ertragsstarke Sommermonate die schwächeren Wintermonate aus. Die Erträge sind zuverlässig planbar, was die wirtschaftliche Kalkulation einfach macht.

Berlin verfolgt das Ziel, bis 2045 rund 25 % seines Stroms aus Photovoltaik zu beziehen — Ihre Anlage trägt direkt dazu bei.

Förderung Berlin & Bund

SolarPLUS ist das zentrale Photovoltaik-Förderprogramm des Landes Berlin, abgewickelt über die IBB Business Team GmbH. Die Förderung gliedert sich in zwei Schienen: SolarPLUS S richtet sich an Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und arbeitet mit Pauschalbeträgen je nach Anlagengröße. SolarPLUS L ist für Mehrfamilienhäuser, Wohnungseigentümergemeinschaften, Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen gedacht und fördert anteilig die Investitionskosten.

Voraussetzung in beiden Fällen: Das Gebäude muss seinen Standort in Berlin haben. Die aktuelle Richtlinie (Section 3) gilt vom 8. Januar bis 31. Dezember 2026.

Bei SolarPLUS S erhalten Sie eine Pauschalförderung gestaffelt nach Anlagengröße: ab 2 kWp gibt es 500 Euro, je weiterem kWp kommen 250 Euro hinzu, bis zu einem Maximum von 4.750 Euro bei 19 kWp. Zusätzlich wird der Stromspeicher mit einer eigenen Pauschale gefördert, abhängig von der Speichergröße.

Wenn ein neuer Zählerschrank notwendig ist, fließen weitere 750 Euro Pauschale, sofern die tatsächlichen Kosten mindestens 1.160 Euro betragen.

Wichtig: Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden — also vor Vertragsunterzeichnung oder Anzahlung. Solaro übernimmt die Antragstellung im Rahmen der Förderbegleitung gerne für Sie.

SolarPLUS L fördert größere Vorhaben anteilig zu den Investitionskosten. Speicher werden je nach Unternehmensgröße mit 30 bis 50 % bezuschusst, bis maximal 30.000 Euro. Messplätze und Zählerschrank-Umbauten erhalten ebenfalls 30 bis 50 %, gedeckelt auf 15.000 Euro. Die Zusammenlegung von Netzanschlüssen wird mit bis zu 10.000 Euro gefördert.

Gutachten und energetische Konzepte werden mit bis zu 65 % bezuschusst, maximal 15.000 Euro. Mehrkosten für Denkmal-, Fassaden- oder Gründach-PV werden mit bis zu 30.000 Euro abgedeckt.

Mindestens 1.000 Euro brutto pro Komponente sind Voraussetzung, und die geförderten Anlagen müssen mindestens drei Jahre genutzt werden.

KfW 270 ist das Bundesprogramm „Erneuerbare Energien Standard" der KfW-Förderbank. Es bietet zinsgünstige Kredite zur Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage und des Speichers — bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit oder Vorhaben. Der Antrag läuft nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank, die das Programm vermittelt. Die Laufzeiten sind flexibel und können bis zu 30 Jahre betragen.

Achtung: Eine Kombination der KfW-Förderung mit IBB SolarPLUS für dieselben Investitionskosten ist nicht möglich. In der Praxis lohnt sich oft die SolarPLUS-Pauschale plus die Restfinanzierung über einen klassischen Bankkredit. Wir beraten Sie zur optimalen Variante.

Nein. Das Programm KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos), das gleichzeitig PV-Anlage, Speicher und Wallbox gefördert hat, ist seit 2024 ausgelaufen — die Fördermittel waren erschöpft, eine Neuauflage wurde nicht beschlossen.

Aktuell gibt es kein Bundesprogramm, das diese drei Komponenten zusammen pauschal fördert. Stattdessen bleiben Ihnen für die einzelnen Bestandteile: KfW 270 als zinsgünstiger Kredit, IBB SolarPLUS für PV und Speicher in Berlin, und je nach Region weitere Wallbox-Programme.

Wir prüfen im Beratungsgespräch, welche Förderkombination für Ihr Vorhaben aktuell verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Einspeisevergütung des EEG 2026 ist nach Anlagengröße und Einspeisemodell gestaffelt. Für Anlagen bis 10 kWp gelten 7,78 Cent pro kWh bei Teileinspeisung und 12,34 Cent bei Volleinspeisung. Im Bereich 10 bis 40 kWp sind es 6,73 Cent (Teil) bzw. 10,35 Cent (Voll), bei 40 bis 100 kWp 5,50 Cent (Teil) bzw. 10,35 Cent (Voll).

Die genannten Sätze gelten für Inbetriebnahmen vom 1. Februar bis 31. Juli 2026 und werden halbjährlich um 1 % gesenkt — die nächste Anpassung erfolgt zum 1. August 2026. Die Vergütung ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert.

Da Eigenverbrauch deutlich wirtschaftlicher ist, empfehlen wir die Auslegung auf maximalen Selbstverbrauch.

Das Solarspitzengesetz ist seit dem 25. Februar 2025 in Kraft und greift, wenn die Strombörsenpreise in Spitzenzeiten negativ werden. In solchen Stunden wird für eingespeisten Solarstrom keine Vergütung gezahlt.

Damit Sie als Anlagenbetreiber nicht benachteiligt sind, wird die entsprechende Stundenanzahl ans Ende der 20-jährigen Förderperiode angehängt — Ihre garantierte Gesamtvergütungsdauer bleibt also faktisch erhalten. Für Eigentümer kleiner Anlagen unter 25 kWp betrifft das in der Praxis nur wenige Stunden pro Jahr.

Mit einem Speicher umgehen Sie das Phänomen ohnehin, weil Sie überschüssigen Strom dann selbst zwischenspeichern statt einzuspeisen.

Der Antrag für IBB SolarPLUS wird elektronisch über das Online-Portal der IBB Business Team GmbH gestellt — und zwar zwingend vor Projektbeginn. Als Projektbeginn gilt bereits die Vertragsunterzeichnung, eine Bestellung oder eine Anzahlung. Erst nach Eingangsbestätigung der IBB darf das Vorhaben — auf eigenes Risiko — gestartet werden.

Bewilligte Projekte müssen innerhalb eines Jahres umgesetzt sein, eine Verlängerung ist auf Antrag möglich. Nach Abschluss reichen Sie einen Verwendungsnachweis mit Rechnungen und Inbetriebnahmeprotokoll ein.

Solaro begleitet Sie durch alle Schritte: Förderfähigkeitsprüfung, Antragstellung, Umsetzung und Verwendungsnachweis — damit Sie das Maximum an Förderung erhalten.

Steuern & Recht

Nein. Seit dem 1. Januar 2023 gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Auf den Kauf und die Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp inklusive Stromspeicher und wesentlicher Komponenten fällt 0 % Mehrwertsteuer an. Das gilt für die gesamte Lieferkette an den Endkunden — Sie zahlen also keine 19 % Umsatzsteuer mehr, was die Anschaffung sofort um rund ein Fünftel günstiger macht.

Voraussetzung: Die Anlage wird auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes oder einer öffentlichen Einrichtung installiert. Die Vergünstigung wirkt automatisch über den Verkaufspreis — Sie müssen keinen separaten Antrag stellen.

Nein. Seit 2022 sind Photovoltaikanlagen bis 30 kWp pro Wohneinheit von der Einkommensteuer befreit. Diese Befreiung gilt für alle Erträge aus der Anlage — also sowohl für die Einspeisevergütung als auch für den Eigenverbrauch. Auch eine Gewerbeanmeldung ist in dieser Größenordnung in der Regel nicht mehr erforderlich.

Damit entfällt der bürokratische Aufwand der früher üblichen Kleinunternehmerregelung mit jährlicher Steuererklärung der Anlage komplett.

Hinweis: Diese Information ersetzt keine Steuerberatung — bei besonderen Konstellationen wie Vermietung mehrerer Einheiten oder gewerblicher Nutzung sprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater. Wir besprechen die Grundzüge gerne im Beratungsgespräch.

Ja. Auch ohne steuerliche Pflichten muss jede Photovoltaikanlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Diese Eintragung muss spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme erfolgen und ist kostenlos online möglich.

Zusätzlich erfolgt die Anmeldung beim Netzbetreiber — in Berlin Stromnetz Berlin, im Umland je nach Region E.DIS oder EWP Potsdam. Solaro übernimmt beide Anmeldungen im Rahmen unseres Rundum-Service.

Auch wenn Sie keine Einkommensteuer auf den Solarstrom zahlen, sollten Sie das Finanzamt formlos informieren — die Bearbeitung erfolgt seit der Reform meist unkompliziert ohne weitere Folgepflichten.

Mit dem Solarpaket 1 wurden Steckersolargeräte in den Katalog der privilegierten baulichen Veränderungen nach § 20 Abs. 2 WEG und § 554 BGB aufgenommen. Mieter und Wohnungseigentümer haben dadurch grundsätzlich Anspruch auf Installation eines Balkonkraftwerks; ein Vetorecht gibt es nur in eng begrenzten Ausnahmefällen.

Für größere Anlagen auf dem Gemeinschaftsdach braucht es weiterhin einen WEG-Beschluss, dieser kann aber inzwischen einfacher gefasst werden. Die neue „gemeinschaftliche Gebäudeversorgung" ermöglicht es zudem, Solarstrom direkt an Bewohner weiterzugeben, ohne die aufwendigen Anforderungen des klassischen Mieterstrommodells.

Wir beraten Berliner WEGs gerne zu Konzepten und Beschlussvorlagen.

Eine separate PV-Versicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfehlenswert. Viele Wohngebäudeversicherungen schließen Photovoltaikanlagen automatisch mit ein, sobald Sie die Anlage Ihrer Versicherung melden — oft ohne oder mit nur geringer Beitragsanpassung. Abgedeckt sind dann typischerweise Sturm-, Hagel-, Brand- und Diebstahlschäden.

Für umfassenderen Schutz gibt es spezielle Photovoltaik-Versicherungen, die zusätzlich Ertragsausfälle, Bedienfehler und Tierbisse abdecken. Eine Haftpflichtversicherung sollte ebenfalls auf den Einschluss der Anlage geprüft werden.

Wir empfehlen, vor Inbetriebnahme mit Ihrem Versicherer zu sprechen — die Anpassung ist meist eine Frage einer Nachricht.

Technik & Komponenten

Heute kommen fast ausschließlich monokristalline Silizium-Module zum Einsatz. Sie haben höhere Wirkungsgrade von 20 bis 22 % gegenüber älteren polykristallinen Modulen mit 15 bis 17 %. Moderne Glas-Glas-Module bieten zusätzlich längere Lebensdauer und höhere mechanische Stabilität. Halbzellen-Module reduzieren Verluste bei Teilverschattung.

Für besondere Einsatzzwecke gibt es bifaziale Module (Lichtaufnahme von beiden Seiten, ideal für Flachdächer und Carports) und transparente Module für Fassaden oder Wintergärten.

Welcher Modultyp für Ihr Dach optimal ist, hängt von Fläche, Ausrichtung und Verschattung ab — wir wählen die wirtschaftlichste Variante im Rahmen der Anlagenplanung aus.

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um. Drei Typen sind verbreitet: String-Wechselrichter sind die häufigste und meist günstigste Variante; sie verbinden mehrere Module zu einem Strang. Mikrowechselrichter sitzen einzeln an jedem Modul, was bei Teilverschattung oder unterschiedlichen Dachausrichtungen Erträge optimiert — kosten aber mehr. Hybrid-Wechselrichter integrieren bereits einen Speicher-Anschluss und einen Energiemanager, was bei einer Speicher-Planung empfehlenswert ist.

Die Lebensdauer eines Wechselrichters beträgt 10 bis 15 Jahre — ein Austausch im Anlagenleben ist also einzuplanen. Wir wählen das passende Modell entsprechend Ihrer Anlagengröße und -konfiguration.

Die IBB-Förderung in Berlin ist technologieoffen: Förderfähig sind Lithium-Ionen-Speicher (heutiger Marktstandard), Salzwasserbatterien, Redox-Flow-Systeme und Wasserstoffspeicher. Klassische Blei-Säure-Batterien sind wegen ihrer kurzen Lebensdauer ausgeschlossen.

In der Praxis dominiert Lithium-Eisenphosphat (LFP) — eine Lithium-Ionen-Variante mit hoher Sicherheit, Zyklenfestigkeit und 10 bis 15 Jahren Lebensdauer. Voraussetzung für die Förderung: Der Speicher muss eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens 10 Jahren bieten.

Die Speichergröße sollte am Tagesverbrauch orientiert werden — als Faustregel 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Wir empfehlen das passende System im Rahmen der Anlagenplanung.

Standard-PV-Anlagen schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen automatisch ab — das ist der gesetzlich vorgeschriebene Inselschutz, der Einsatzkräfte vor Stromschlägen schützt. Ohne zusätzliche Hardware bleibt Ihr Haus also dunkel.

Mit einem Speicher und Notstromfunktion können Sie bei Stromausfall ausgewählte Verbraucher weiter über Solarstrom versorgen — typisch sind Kühlschrank, Beleuchtung, Internet und Heizungssteuerung. Es gibt zwei Varianten: Notstrom (manuelle Umschaltung, kurze Unterbrechung) und Ersatzstrom (automatisch, unterbrechungsfrei). Die Ersatzstrom-Funktion ist komfortabler, aber teurer.

Wir beraten Sie zu Speicherlösungen mit Backup, falls Ihnen Ausfallsicherheit wichtig ist.

Eine Wallbox kann elegant mit Ihrer PV-Anlage gekoppelt werden, sodass Ihr Elektroauto vorrangig mit Solarstrom geladen wird. Moderne Wallboxen bieten dafür PV-Überschussladen: Sobald die Anlage mehr produziert als das Haus verbraucht, fließt der Überschuss automatisch ins Auto — variabel je nach Sonneneinstrahlung. So senken Sie Ladekosten und steigern den Eigenverbrauch deutlich.

Voraussetzung sind ein passender Energiemanager und eine kommunikationsfähige Wallbox. Empfehlenswert ist ein 11-kW-Anschluss, der genehmigungsfrei beim Netzbetreiber gemeldet wird. 22-kW-Wallboxen benötigen eine Genehmigung.

Wir planen Wallbox und PV-Anlage gerne als Komplettsystem inklusive Lastmanagement.

Verschattung — etwa durch benachbarte Gebäude, Bäume oder Schornsteine — reduziert den Modulertrag. Moderne Anlagen begegnen dem mit Modulwechselrichtern oder DC-Optimierern, die jeden Modulstrang einzeln optimieren. So fällt nur das verschattete Modul aus, nicht die ganze Reihe.

Schneelast ist in Berlin und Brandenburg meist unproblematisch: Module sind so konstruiert, dass sie typische Schneelasten der Region tragen. Schnee rutscht durch die glatte Oberfläche und Modulneigung in der Regel von selbst ab. Bei längerer Schneeauflage produzieren Module weniger oder kurzzeitig keinen Strom — der Verlust übers Jahr ist aber gering.

Eine professionelle Statikprüfung im Rahmen der Planung sichert Ihre Anlage gegen Extremlasten ab.

Installation & Prozess

In der Regel vergehen 6 bis 12 Wochen von der Vertragsunterzeichnung bis zur fertigen Anlage am Netz. Die eigentliche Montage auf dem Dach dauert nur 1 bis 3 Werktage, je nach Anlagengröße und Dachkomplexität.

Den Großteil der Zeit beanspruchen die Vorbereitung — Materialbestellung, IBB-Förderantrag, Anmeldung beim Netzbetreiber — sowie das Warten auf Zählersetzung und Netzbetreiber-Freigabe. Mit dem Solarpaket 1 gilt für Anlagen bis 30 kWp eine 4-Wochen-Genehmigungsfiktion: Meldet sich der Netzbetreiber nicht, gilt der Anschluss automatisch als genehmigt.

Wir koordinieren alle administrativen Schritte und behalten Termine im Blick — Sie müssen sich nur um die Beratung und den Tag der Montage kümmern.

In den allermeisten Fällen ja. Eine PV-Anlage wiegt etwa 20 bis 25 Kilogramm pro Quadratmeter inklusive Befestigung. Die meisten Wohngebäude in Berlin und Brandenburg sind dafür ausgelegt — Schnee- und Windlasten sind in der Statik der Bauplanung bereits berücksichtigt.

Vor jeder Installation prüfen unsere Statiker die individuelle Tragfähigkeit Ihres Dachs anhand des Bauplans und einer Vor-Ort-Begutachtung. Bei Altbauten oder unklarer Statik kann ein zusätzliches Gutachten sinnvoll sein, dessen Kosten in Berlin teilweise über IBB SolarPLUS L förderbar sind.

Sollten Verstärkungen nötig sein, planen wir diese mit ein, bevor die Anlage montiert wird.

Für Standard-Aufdachanlagen auf Wohngebäuden in Berlin und Brandenburg benötigen Sie keine Baugenehmigung. Sie müssen die Anlage nur beim Netzbetreiber anmelden und im Marktstammdatenregister eintragen.

Anders sieht es bei besonderen Konstellationen aus: Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis erforderlich, in Berliner Erhaltungsgebieten kann eine Mitteilung an die Bauaufsicht nötig sein. Freiflächenanlagen und Anlagen über 100 kWp erfordern zusätzliche Genehmigungen. Auch Aufständerungen auf Flachdächern oder spezielle Fassadenanlagen können prüfpflichtig sein.

Wir kennen die regionalen Besonderheiten und kümmern uns um alle nötigen Genehmigungen im Rahmen unseres Rundum-Service.

Das Solarpaket 1, in Kraft seit dem 16. Mai 2024, hat den Netzanschluss deutlich beschleunigt. Für Anlagen bis 30 kWp gilt nun eine 4-Wochen-Frist: Antwortet der Netzbetreiber nicht innerhalb dieser Zeit auf die Anschlussanfrage, gilt der Anschluss automatisch als genehmigt. Vorher lag die Grenze bei nur 10,8 kWp — für moderne Einfamilienhäuser oft zu klein.

Zusätzlich müssen Netzbetreiber inzwischen einheitliche Online-Portale anbieten. Für Sie als Hausbesitzer in Berlin (Stromnetz Berlin), im Umland (E.DIS) oder Potsdam (EWP) bedeutet das: einheitliche, kürzere Wartezeiten unabhängig vom zuständigen Verteilnetzbetreiber.

Wir nutzen die neuen Verfahren, um Ihre Anlage so schnell wie möglich ans Netz zu bringen.

Die Dachmontage selbst ist überraschend leise — es wird gebohrt, geschraubt und montiert. Größere Geräusche entstehen nur kurzzeitig beim Setzen der Dachhaken in die Sparren. Insgesamt ist der Lärmpegel mit normalen Handwerkerarbeiten vergleichbar und liegt deutlich unter dem einer Dachsanierung.

Sie selbst müssen am Montagetag nichts Besonderes tun: Wir benötigen einen Stromanschluss für unsere Werkzeuge und einen Stellplatz für das Material. Während der elektrischen Inbetriebnahme wird der Hausstrom kurzzeitig abgeschaltet — wir kündigen das vorher an. Nachbarn informieren wir auf Wunsch vorab.

Nach Abschluss erhalten Sie eine Einweisung in das Monitoring-System Ihrer Anlage.

Solarpaket 1 & Balkonkraftwerke

Das Solarpaket 1 ist ein Bundesgesetz, das den Photovoltaik-Ausbau beschleunigt. Es ist seit dem 16. Mai 2024 in Kraft und bringt Erleichterungen vom Netzanschluss bis zum Anlagenbetrieb.

Die wichtigsten Änderungen für Eigenheimbesitzer: 4-Wochen-Genehmigungsfiktion für Anlagen bis 30 kWp, vereinfachte Regeln für Balkonkraftwerke, Modul-Tausch ohne Defektnachweis bei Bestandsanlagen, Wegfall unnötiger Stromlieferverträge bei Volleinspeise-Anlagen, sowie die neue 20-kW-Ausnahme für Nebengebäude.

Auch die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung — die Direktbelieferung von Bewohnern eines Mehrfamilienhauses — wurde vereinfacht. Damit verfolgt der Bund das Ziel, bis 2030 215 Gigawatt PV-Leistung zu installieren.

Mit dem Solarpaket 1 wurden Balkonkraftwerke deutlich einfacher: Die Wechselrichter-Grenze stieg von 600 auf 800 Watt, erlaubt sind nun bis zu 2.000 Watt Peak Modulleistung. Die separate Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt vollständig — eine vereinfachte Eintragung im Marktstammdatenregister genügt. Rückwärtsdrehende Stromzähler werden übergangsweise geduldet, bis der Netzbetreiber den Zählertausch vornimmt.

Außerdem wurden Steckersolargeräte in den Katalog privilegierter baulicher Veränderungen nach WEG und BGB aufgenommen — Mieter und Wohnungseigentümer haben dadurch grundsätzlich einen Anspruch auf Installation, ein Vetorecht von Vermieter oder Eigentümerversammlung gibt es nur noch in Ausnahmefällen.

Ja. Mit dem Solarpaket 1 ist der Modulaustausch bei Bestandsanlagen erheblich einfacher: Sie können ältere Module durch neue, leistungsfähigere ersetzen, ohne einen Defekt nachweisen zu müssen — bis zur bereits installierten Anlagenleistung.

Wichtig: Die ursprüngliche Einspeisevergütung und die Restlaufzeit der EEG-Förderperiode bleiben dabei erhalten. Eine Leistungserweiterung darüber hinaus wird als Neuanlage behandelt und mit den aktuellen Vergütungssätzen vergütet.

Das ist besonders interessant für Anlagen aus den frühen 2010er-Jahren in Brandenburg, die mit aktueller Modultechnik bei gleicher Fläche deutlich mehr Ertrag liefern können. Wir beraten Sie gerne, ob ein Modul-Repowering für Ihre Anlage wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wenn das Hauptdach für eine Photovoltaikanlage nicht geeignet ist — etwa bei denkmalgeschützten Gründerzeit-Altbauten in Berlin oder ungünstig ausgerichteten Dächern — dürfen Sie dank des Solarpaket 1 jetzt Module bis 20 kWp auch auf Nebengebäuden wie Garagen, Carports oder Schuppen installieren und erhalten trotzdem die volle Einspeisevergütung. Bisher galt diese Regelung nur für das Hauptgebäude.

Voraussetzung ist, dass Haupt- und Nebengebäude denselben Zählpunkt nutzen oder der Strom ohne Netzdurchleitung verbraucht wird. Diese Änderung eröffnet vielen Haushalten in der Region neue Möglichkeiten, Solarstrom zu nutzen.

Wir prüfen im Rahmen der Beratung, welche Dachflächen Ihres Grundstücks sich eignen.

Wartung & Betrieb

Moderne Solarmodule haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren — viele Hersteller geben 25 Jahre Leistungsgarantie auf 80 bis 87 % der Anfangsleistung. Die jährliche Leistungsminderung beträgt typischerweise nur 0,3 bis 0,5 %.

Wechselrichter halten erfahrungsgemäß 10 bis 15 Jahre, danach ist meist ein Austausch nötig. Stromspeicher mit moderner Lithium-Eisenphosphat-Technologie erreichen ähnliche 10 bis 15 Jahre und werden oft mit einer Zeitwertersatzgarantie geliefert. Die Tragkonstruktion und Verkabelung übersteht in der Regel die gesamte Anlagenlaufzeit.

Insgesamt ist Photovoltaik eine erfreulich langlebige und wartungsarme Technologie — das macht sie wirtschaftlich so attraktiv. Wir liefern bei jeder Anlage die Hersteller-Garantieurkunden.

Meistens nicht. In Berlin und Brandenburg reicht in der Regel der natürliche Regen, um Module sauber zu halten. Eine professionelle Reinigung kann sinnvoll werden, wenn das Dach starker Verschmutzung ausgesetzt ist — etwa durch Vogelkot, Blütenpollen, Laub von angrenzenden Bäumen oder Industriestaub. Eine Reinigung alle 2 bis 3 Jahre ist dann empfehlenswert.

Wichtig: Verwenden Sie niemals Hochdruckreiniger oder aggressive Reinigungsmittel, da diese die Modul-Oberfläche und Dichtungen beschädigen können. Für die Reinigung gibt es Fachfirmen mit speziellem Equipment.

Eine regelmäßige Sichtprüfung über das Monitoring-System hilft, ungewöhnliche Ertragsausfälle frühzeitig zu erkennen — das ist meist aussagekräftiger als bloßes Hinsehen.

Jede moderne PV-Anlage wird mit einem Monitoring-System geliefert, das Erträge in Echtzeit erfasst. Die Daten sehen Sie über eine App oder ein Web-Portal des Wechselrichter-Herstellers — angezeigt werden Tages-, Monats- und Jahreserträge sowie der aktuelle Eigenverbrauch.

Bei einer Hybrid-Anlage mit Speicher sehen Sie zusätzlich Lade- und Entladevorgänge und die Autarkiequote. Viele Systeme senden automatisch Warnungen bei Ertragsanomalien — etwa wenn ein Modul-String ausfällt. So erkennen Sie Probleme, bevor sie wirtschaftlich relevant werden.

Solaro übergibt das Monitoring im Rahmen der Inbetriebnahme inklusive Einweisung — Sie sehen also vom ersten Tag an, was Ihre Anlage leistet.

Photovoltaikanlagen umfassen mehrere Garantieebenen. Modulhersteller geben typischerweise eine Produktgarantie von 10 bis 15 Jahren auf Materialfehler und eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf einen Mindestwirkungsgrad von 80 bis 87 %.

Wechselrichter werden meist mit 5 bis 10 Jahren Herstellergarantie geliefert, gegen Aufpreis sind oft Verlängerungen auf bis zu 20 Jahre möglich. Stromspeicher kommen üblicherweise mit 10 Jahren Zeitwertersatzgarantie — eine Voraussetzung für die IBB-Förderung in Berlin.

Auf die Montage und das Gesamtsystem haftet der Errichter im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung. Konkrete Garantielaufzeiten und Bedingungen variieren je nach Hersteller und Modell — wir besprechen die Details in der Anlagenplanung mit Ihnen.

Ja, eine Erweiterung ist grundsätzlich möglich, sollte aber gut geplant werden. Reine Modulerweiterungen über die ursprüngliche Anlagenleistung hinaus gelten als Neuanlage und werden mit der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen Einspeisevergütung vergütet.

Eine Speicher-Nachrüstung ist deutlich einfacher und in Berlin sogar separat förderfähig — wenn der vollständige IBB-Antrag innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der PV-Anlage eingeht. Wichtig ist, dass der vorhandene Wechselrichter zur neuen Konfiguration passt.

Bei der Erstinstallation lohnt es sich daher, gleich einen Hybrid-Wechselrichter und einen ausreichend dimensionierten Zählerschrank vorzusehen — das hält die Tür für spätere Speicher- oder Wallbox-Erweiterungen offen. Wir planen vorausschauend.

Solaro-Service

Solaro plant, installiert und betreut Photovoltaikanlagen in Berlin und Brandenburg. Wir kennen die regionalen Besonderheiten: die Berliner Bauordnung, den Denkmalschutz in Gründerzeitvierteln, die Abläufe bei Stromnetz Berlin sowie bei den Brandenburger Netzbetreibern E.DIS und EWP Potsdam.

Unser operatives Büro mit Lagerfläche befindet sich am Eichborndamm 167, Gebäude 57, in 13403 Berlin-Reinickendorf. Hier finden Kundentermine, Beratungen und die Lagerlogistik statt. Die Postadresse — also der eingetragene Sitz laut Handelsregister — lautet Weinbergsweg 10 in 10119 Berlin-Mitte.

Aus der Hauptstadt heraus betreuen wir Eigenheimbesitzer, WEGs, Gewerbe und Industrie in der gesamten Region. Über 2.000 Anlagen wurden bereits durch Solaro installiert — die Erfahrung kommt jedem neuen Projekt zugute.

Der Erstkontakt erfolgt entweder telefonisch, per Online-Konfigurator auf unserer Website oder über das Kontaktformular. Im ersten Gespräch — telefonisch oder vor Ort — klären wir Ihren Stromverbrauch, Ihre Dachsituation und Ihre Ziele.

Anschließend erstellen wir auf Basis Ihrer Daten ein individuelles Angebot inklusive Förder-Check für IBB SolarPLUS und KfW. Bei Vertragsabschluss übernehmen wir alle administrativen Schritte: Förderantrag, Netzbetreiber-Anmeldung, Marktstammdatenregister, Statikprüfung.

Die Montage erfolgt in 1 bis 3 Tagen, danach folgt die Inbetriebnahme inklusive Monitoring-Einweisung. Den Verwendungsnachweis für die IBB-Förderung reichen wir abschließend für Sie ein. Sie haben einen festen Ansprechpartner über den gesamten Prozess.

Auf der Solaro-Website finden Sie einen Online-Konfigurator, mit dem Sie in wenigen Minuten eine erste Einschätzung Ihrer geplanten PV-Anlage erhalten. Sie geben Ihre Adresse, Ihren Stromverbrauch und einige Eckdaten zu Ihrem Dach ein — Größe, Ausrichtung, Neigung.

Auf dieser Basis berechnet das Tool eine grobe Anlagengröße, einen erwarteten Jahresertrag und eine Kostenrange inklusive möglicher IBB-Förderung. Sie können optional Fotos Ihres Dachs hochladen, was unsere Planung im Beratungsgespräch beschleunigt. Im Anschluss kontaktieren wir Sie für die individuelle Detailberatung.

Der Konfigurator ist der schnellste Weg, eine erste belastbare Aussage zu Ihrem Vorhaben zu bekommen — kostenlos und unverbindlich.

Sie erreichen Solaro telefonisch unter 030 - 62 93 93 49-0, per E-Mail an info@solaro-pv.de oder über die Kontaktseite unserer Website. Für ein erstes Angebot reicht in den meisten Fällen ein Telefonat oder die Nutzung des Online-Konfigurators auf unserer Website.

Persönliche Beratungstermine finden nach Absprache an unserem operativen Standort am Eichborndamm 167 in 13403 Berlin-Reinickendorf statt — hier befinden sich Büro und Lagerfläche. Bei größeren Vorhaben oder komplexen Dachsituationen kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen vor Ort.

Solaro PV Berlin GmbH ist eingetragen unter HRB 247781 B beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Postadresse Weinbergsweg 10, 10119 Berlin.

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